Was soll dieses Blog hier?

Man könnte finden, es gäbe schon genug Zeug im Web. Aber das wäre IMHO eine Fehlannahme.

Das ist eine berechtigte Frage. Es ist nicht so, dass im Internet nichts los wäre. Im Gegenteil: Es ist eine Kunst, überhaupt nur die relevanten Quellen, die interessanten Sites, die nützlichen Informationslieferanten aufzuspüren. Und völlig aussichtslos wäre es, würde man das Internet ausdrucken wollen. (Man würde 136 Milliarden Blatt Papier brauchen – hoffentlich beidseitig verwendet.)

Da hat man den Eindruck, es wäre klüger, kein Blog zu starten, sondern stattdessen ein paar Serverfarmen in die Luft zu sprengen – damit das Web wieder etwas überschaubarer und die Suche nach konsumwürdigem Stoff ein bisschen leichter würde.

Aber keine Angst: Ich rufe nicht zu Vandalismus auf und würde auch selbst keinem Server ein Käbelchen krümmen. Ich glaube an die Vielfalt und an das pluralistische Web. Und darum kann es mir eigentlich gar nicht genug zum Stöbern, Lesen, Überfliegen, Querlesen oder Überlesen geben.

Und noch etwas kommt hinzu: Ich finde, die Grossen im Netz sollten nicht derartig dominieren – und wir Nutzer uns nicht ausschliesslich von den Webgiganten abhängig machen. Doch es scheint so zu sein, dass manche Nutzer lieber Facebook oder Youtube einschalten und sich berieseln lassen, statt sich selbst um ihre Informationszufuhr zu kümmern. Klar, dass ist einfacher. Und man kennt es vom Fernseher. Aber so richtig befriedigend ist es nicht.

Darum glaube ich, dass ich meinen kleinen Teil zur Vielfalt beitragen kann. Und darum habe ich dieses Blog hier gestartet.

Nun werden die Leute, die mich kennen, sofort einen Einwand haben. Nämlich den, dass ich schon ein Blog habe. Das findet sich unter Clickomania.ch und existiert seit 2007. Die Website ist sogar seit 1999 am Netz – ist es also so eine Art bloggerische Midlife-Crisis, die mich dazu bringt, mich hier als Jungspund zu gebärden?

Womöglich. Auch wenn ich es nicht hoffe. Aber ich möchte hier ein paar Dinge ausprobieren, die nicht zum Haupt- oder Mutterblog passen würden. Ich will kürzer, prägnanter und spontaner schreiben, weil ich es bei Clickomania.ch spannend finde, den Exkursen ihren Lauf zu lassen und persönliche Gedanken mit den Sachinformationen zu mischen. Und auch wenn dieser Blogpost nicht den Anschein macht: Ja, ich habe vor, hier direkt aus den Punkt zu bloggen. Ich bin gespannt, ob das klappt – und würde mich freuen, wenn du dabei bist.

Und was mich angeht: Ich bin Matthias Schüssler. Seit bald dreissig Jahren Journalist, Tech-Fan, Skeptiker, Fortschrittsgläubiger, Podcastfan und selber Podcaster. Und noch ein n paar Details mehr zu mir gibt es auf matthiasschuessler.ch.

Übrigens; Die Details zu diesem Projekt aus Sicht des Mutterblogs beschreibe ich natürlich im Mutterblog – und zwar im Beitrag Deutschland, ich komme!.

Beitragsbild: Bloggen – was sollte man sonst mit seinem Computer tun? (Pixabay/Pexels, Pexels-Lizenz)

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