Wie erfolgreich mit einer neuen Website starten?

Wie erfolgreich mit einer neuen Website starten?

Die schöne neue Website – wie diese hier, die Ende Januar 2002 das Licht es Internets erblickt hat – ist fertig. Was könnte man nun tun, damit sie auch einen guten, erfolgreichen Start hinlegt?

Klar, man könnte sofort damit beginnen, die Werbetrommel zu rühren und die Followerschaft in den sozialen Medien mit Beiträgen einzudecken. Oder noch besser: Man bucht gleich eine Kampagne bei Facebook, damit die Welt von dieser Bereicherung des World Wide Web erfährt.

Ich plädiere allerdings dafür, es langsam anzugehen. Es ist nicht verkehrt, am Anfang quasi unter der Ausschluss der Öffentlichkeit zu operieren. Denn erstens wird man am Anfang noch den einen oder anderen Fehler entdecken, den man lieber in aller Stille behebt.

Der wichtigere Grund ist allerdings, dass eine frische Website in aller Regel wenige Inhalte aufweist und allein darum wenig ansprechend wirkt. Das Publikum wird sich fragen, ob es hier das Internet-Äquivalent eines One-Hit-Wonders vor der Nase hat und weiterziehen. Wenn man es dazu bringen möchte, sich die Website zu merken, womöglich ein Bookmark anzulegen oder sogar den RSS-Feed zu abonnieren, dann sollte man den Eindruck erwecken, dass man es auch ernst meint.

Und völlig verkehrt ist das gute alte Baustellen-GIF mit der «Under Construction»-Beschriftung, das wir aus der Anfangszeit des Webs kennen. Das haben die Leute verwendet, die eine Website gestartet haben, um einmal die Möglichkeiten auszuloten – die aber keine Idee hatten, was sie mit ihrer Website genau anfangen wollten.

Wenn zumindest die Startseite mit Beiträgen voll ist, kann man in Erwägung ziehen, die Freunde und Bekannte daran teilhaben zu lassen. Ich würde empfehlen, wohlwollend auf die Kommentare zu hören und die Empfehlungen zu berücksichtigen. Und dann, wenn die Website einen gewissen Eindruck der Gereiftheit hinterlässt, sie weiter herum bekannt zu machen.

Auch häufig gefragt: Muss man eigentlich etwas tun, damit die eigene Website auch bei Google und anderen Suchmaschinen auftaucht? Eigentlich nicht: Google wird sie über Links, die mit der Zeit auf bekannten Sites auftauchen, selbsttätig finden und indizieren. Ansonsten gibt es die Erklärungen dazu auf den Hilfeseiten bei Google Meine Website in Google-Suchergebnissen anzeigen lassen. Das Instrument, mit dem man seine Website in der Google-Suche verwaltet, ist die Search Console.

Bei Bing verwendet man die Webmaster-Tools. Nach der Anmeldung trägt man die Adresse ins Feld bei Site hinzufügen ein. Danach erhält man die Datei BingSiteAuth.xml, die man ins Root-Verzeichnis seiner Site lädt: Auf diese Weise registriert man sich als Eigentümer der Datei.

Wenn diese Option eingeschaltet ist, werden Suchmaschinen abgewiesen.

Wenn eine WordPress-Website via Google-Suche nicht gefunden wird, dann liegt das wahrscheinlich an einer tückischen Voreinstellung. Bei Einstellungen in der Rubrik Lesen ist die Option Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren eingeschaltet. Sie führt über die Robots.txt-Datei dazu, dass Suchmaschinen abgewiesen werden. Und auch wenn das die sicherere Voreinstellung ist, dürfte sie in vielen Fällen nicht erwünscht sein.

Beitragsbild: «Under Construction»-Websites sind nicht gerade einladend… (Mabel Amber/Pexels, Pixel-Lizenz)

Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzegungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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